Schnipp schnapp, gute Tat: auf zur Haarspende

Eine Haarspende? Ja, ihr habt richtig gehört. Bereits vor dem Start der Chemotherapie habe ich mich entschlossen, meine sehr langen und vollen Haare abzuschneiden. Zum einen damit der Schock nicht zu groß ist, wenn sie beginnen auszufallen und zum anderen, damit die jahrelange Pflege nicht umsonst war. Im Internet habe ich verschiedene Einrichtungen recherchiert, die Haarspenden entgegen nehmen, um für Betroffenen Krebspatienten kostenfrei Echthaar-Perücken anzufertigen. Das hat mich zutiefst begeistert. Besonders Kinder leiden unter dem Haarverlust, da sie dann offensichtlich anders sind und dadurch verstärkt Mobbing ausgesetzt sind.

HaarspendeIch selbst habe mich am Ende für haare-spenden.de entschieden und dort meinen langen Zopf per Post hingesendet. Darüber hinaus gibt es in Österreich noch den Verein Haarfee, der Echthaar-Perücken speziell für Kinder in unserem Nachbarland anfertigt. Grundsätzlich sollte man tatsächlich aufpassen, an wen man spendet, damit die Haare auch der guten Sache dienen und nicht einfach weiterverkauft werden. Ein wenig Recherche bringt hier aber schnell Licht ins Dünkel und gibt entsprechende Sicherheit. 🙂

HaarspendeGerade europäisches Haar ist gefragt

Was viele nicht wissen: Europäisches Haar ist sehr begehrt, da die meisten Haarteile zumeist aus Indien kommen. Logischerweise besitzt dieses Haar aber eine andere Haarstruktur als wir zumeist hier in Europa besitzen. Folglich wirken die Haare dann nicht natürlich an seinem neuen „Träger“. Ich finde es eine tolle Sache und werde weiterhin dafür die Werbetrommel rühren, dass in Zukunft wieder mehr europäisches Haar auch gespendet wird.

Ich liebe die Vorstellung, dass ich einen anderen Menschen mit meinem Haar glücklich machen kann, während dieser durch eine schwierige Lebensphase geht. Manchmal ist es so einfach, etwas Gutes zu tun.

Anja
Hi, ich bin Anja und habe dieses Blog im Februar 2017 ins Leben gerufen. Die Idee entstand direkt nach der Diagnose des Brustkrebs‘. Also legte ich los. Die Leidenschaft zur Kommunikation wurde mir in die Wiege gelegt und ist seither nicht erloschen. Ich liebe es, meine Gedanken in Wörter zu packen oder sie mit meiner Fotobüchse visuell einzufangen. Damit höre ich jetzt nicht auf – gerade jetzt nicht.

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