Hallo Welt. Hallo Brustkrebs.

Es traf mich wie ein Schlag. Einfach aus dem Hinterhalt. Unvorbereitet. Niemand denkt, dass es einen mit 31 erwischt – und dann ist sie plötzlich da: Diagnose Krebs. Brustkrebs um genau zu sein. Kein Stein ist seitdem mehr auf dem anderen. Meine Wut und Angst habe ich nach der Schreckensnachricht zügig in positive Energie und Kampfgeist umgewandelt. Der erste Schock ist überstanden.

Anschließend habe ich alle Informationen regelrecht aufgesaugt und mich schnell dazu entschlossen, über Brustkrebs zu schreiben. Speziell mit einem Fokus für junge Frauen. Denn ich selbst habe nach genau so einem „Ort“ gesucht, als ich Anfang des Jahres noch ganz am Anfang meines „neuen“ Weges stand. Brustkrebs. Und jetzt? Dieser Blog soll kein Tagebuch werden, sondern vor allem Erfahrungen wiedergeben, als Austauschplattform dienen, Tipps vermitteln und, last but not least, Mut machen.

Aus Leidenschaft und als Energiequelle

Mein Beruf ist für mich schon immer viel mehr Berufung als nur ein Job gewesen. Ich bin leidenschaftliche Kommunikatorin. Und ein Workaholic. (Mehr über mich erfahrt ihr übrigens in meiner Kurzbio hier.) Aufgrund meiner Erkrankung muss ich jetzt leider beruflich pausieren, aber hoffe, bald wieder einsteigen zu können. Egal ob beruflich oder privat, ich bin viel in der Onlinewelt unterwegs und nutze meine Passion um nun auch über das Leben mit (Brust-)Krebs zu schreiben. Mehr noch, ich sehe es sogar als meine Pflicht an. Es gibt mir einen Sinn sowie ein Stückchen Alltag wieder und verleiht mir Kraft. Es wäre doch gelacht, wenn der Eindringling alles auf den Kopf stellen könnte. Nicht mit mir, Freundchen.

Anja, Brustkrebs, Gedankenstrich-BlogGerade der offene Umgang mit dem Brustkrebs ist für mich ein zentraler Baustein. Ich will mich nicht verstecken – weder heute, noch in den kommenden Wochen wenn’s mir scheiße geht oder ich keine Haare mehr haben werde. Zur Bewältigung von all dem, was gerade geballt auf mich einprasselt, habe ich mich entschlossen, hier darüber zu schreiben. Kein Tagebuch, sondern ein „Mutbuch“ mit wichtigen Infos über Brustkrebs, hilfreichen Tipps, Checklisten, ehrlichen Erfahrungsberichten und über Stolpersteine. Warum? Weil es mir hilft. Auch um mich mit anderen Krebspatienten auszutauschen oder Betroffenen zu helfen, die (noch) nicht so viel Kraft gesammelt haben. Außerdem möchte ich all die lieben Freunde auf dem Laufenden halten, die mich tatkräftig unterstützen und für die Brustkrebs zum Großteil Neuland ist. Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann dass man die Augen nicht verschließen und sich in schwierigen Zeiten einfach verkriechen darf. Der Krebs gehört jetzt für eine Weile zu meinem Alltag dazu – zumindest so lange bis ich ihn besiegt habe. Warum also nicht das beste draus machen.

Brustkrebs und jetzt?

Ja, 2017 wird ein hartes Jahr: Chemo, OP, Bestrahlung – das volle Programm. Ich mache mir nichts vor: Ich bin (eher ungewöhnlich) jung, habe eine aggressive Krebsvariante und werde über viereinhalb Monate eine starke Chemotherapie bekommen. Trotzdem bleibe ich stark und positiv. Denn ich liebe das Leben. Auch wenn es manchmal ein Arschloch ist, lohnt es sich immer, darum zu kämpfen. Challenge accepted.

Nun aber zu euch, den Lesern dieser Zeilen

Ich freue mich über Kommentare, Themenvorschläge, Lob und Tadel. Sagt mir gerne, was ihr denkt und was euch interessiert. Oder auch, was ich besser machen kann. 😉 Auf den Austausch bin ich, ehrlich gesagt, schon gespannt wie ein Flitzebogen – entweder hier oder in den sozialen Medien. Diese Texte richten sich an Krebspatienten und die so wichtigen Wegbegleiter gleichermaßen. Lasst uns mit vereinten Kräften den Schweinehund wieder aus unseren Leben befördern. Feuer frei!

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Eure Anja

 

Anja
Hi, ich bin Anja und habe dieses Blog im Februar 2017 ins Leben gerufen. Die Idee entstand direkt nach der Diagnose des Brustkrebs‘. Also legte ich los. Die Leidenschaft zur Kommunikation wurde mir in die Wiege gelegt und ist seither nicht erloschen. Ich liebe es, meine Gedanken in Wörter zu packen oder sie mit meiner Fotobüchse visuell einzufangen. Damit höre ich jetzt nicht auf – gerade jetzt nicht.

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